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Sonntag, 6. Dezember 2020

Weihnachtskarten leicht gemacht

Bereits zum dritten Mal mache ich den größten Teil meiner Weihnachtskarten aus 6x6-Papierblöcken und Stempeln und Kleinkram aus meinem Bestand. So hoffe ich, nicht allzu viel Weihnachtssache anzuhäufen, denn im nächsten Jahr gibt es ja immer wieder neue, falls mir mal die Utensilien ausgehen sollten. Vor zwei Jahren habe ich sogar mal bis auf die Kollektion, mit der ich gearbeitet habe, alle Weihnachtspapiere verschenkt.

I've been making most of my Christmas cards from 6x6 paper pads since 2 years, hoping to not create too much of a Christmas stash. After all there are new pretty collections each year if I ever run out. To start off I donated almost my entire Christmas-themed stuff apart from one collection I worked with that year.


Die Winterserien von Studiolight mag ich sehr, und auch in diesem Jahr gab es zwei verschiedene 6x6-Blöcke, die ich bei Scrapabilly gekauft habe. Aus den Papieren schneide ich mir pro Karte zwei Hintergrundpapiere zu. Die Kartenbasis ist 4x6", die Hintergrundpapiere sind 5 3/4 x 3 3/4" bzw. 5 1/2 x 3 1/2 groß, also einfach ein bisschen und noch ein bisschen kleiner als die Kartenbasis. Es bleiben Reststücke von ca. 2x6" übrig, aus denen ich dann alles mögliche ausgestanzt habe, z. B. Schneeflocken, Sterne oder Blätterranken. Aus manchen habe ich mit einer Randstanze große Wellenränder gemacht. Vom letzten Jahr waren noch mit Weihnachtsgruß bestempelte Banner übrig. Ein Vorteil der Studiolight-Papiere ist, das die von Jahr zu Jahr einem ähnlichen Farbschema folgen und daher gut untereinander kombinierbar sind. Im letzten Jahr hatte ich sogar Sommerpapiere dabei.

I love the winter collections from Studiolight, so I got two different 6x6 pads from Scrapabilly again. I use these to cut two backgrounds per card. The actual card base is 4x6" and the background papers measure 5 3/4 x 3 3/4" and 5 1/2 x 3 1/2", so just a bit and just another bit smaller than the card base. This leaves pieces of roughl 2x6", which I used to die cut all sorts of small pieces, such as snowflakes, stars or vines. On some of them I used a large scallop border punch. There were some finished banners left from last year, which came in useful, as the Studiolight papers mix and match easily and the winter colour scheme is quite similar from one year to another. I even mixed in a summer collection last year.


Dazu habe ich dann geeignete Holzstanzteile herausgesucht, Nähgarn, Seidenpapier, verschiedene Klebemittel, passende Sprühfarben zum Klecksen sowie Stickles und Nuvo Drops. Hier bietet sich zwar weiß an, aber auch andere Farben wie hellblau und hellgrau sind geeignet, außerdem komplett oder teilweise transparente Sorten.

Meistens bereite ich die Hintergründe und Stanzteile im Voraus vor. Wenn schon alles parat liegt, ist eine Karte dann in nicht mal 10 Minuten fertig. 

I then picked suitable wood veneer pices, thread, tissue paper, various adhesives, sprays for splattering as well as Stickles and  Nuvo Drops. White might be the obvious choice here, but other colours such as light blue and grey, translucent and clear ones work fine too.

 

Auf besonderen Wunsch habe ich den Prozess mal mitfotografiert bei einem Kartenbeispiel.

Upon special request I took step-by-step photos.

 

Schritt 1: Hintergrund beklecksen (falls gewünscht). Hier habe ich drei verschiedene Sorten verwendet - Weiß, Weiß mit Glitzer und Silberglitzer. Vorher habe ich noch die Ränder beider Hintergrundpapiere mit Distress Ink eingefärbt (Pumice Stone). 

Step 1: I inked the edges of both background papers with Distress Ink (Pumice Stone) and then splattered spray ink on the top background. For this example I used white, white with glitter and dark grey with silver with glitter.


Schritt 2: Nähgarn zerknüllen und aufkleben. Step 2: Mess up some thread and adhere.

Schritt 3: Wellenrand und Seidenpapierstück drüber kleben. Step 3: Adhere a scalloped piece and tissue paper.

 

Schritt 4: Schneeflocken drauf - ich klebe die immer nur in der Mitte fest. Step 4: Adhere snow flakes - I put glue in the centre only.

Schritt 5: Großes Holzteilchen drauf - kann auch z. B. eine Schneeflocke sein statt Hirschkopf. Step 5: Add wood veneer - this can of course be anything you like and have, snowflakes would be good too.

Schritt 6: Grußbanner aufkleben (mit 3D-Pads). Step 6: Add Merry Christmas banner (using 3D glue dots).

Schritt 7: Hintergund auf die Kartenbasis kleben. Das hätte man natürlich auch schon ganz am Anfang machen können. Ich mag es aber lieber, wenn die Kleckse nur auf der obersten Papierschicht sind und nicht auf die Ränder, die dahinter raus schauen, gelangen.

Step 7: Adhere the background to the card base. You could have done this at the beginning of course, but I prefer only having the ink splatters on the top layer rather than the edges, so I only do this now.

Schritt 8: Der letzte Schliff - Stickles, Nuvo Drops und kleine Sternchen nach Lust und Laune. Step 8: Final touches - add Stickles, Nuvo Drops and mini stars.

Fertig and done :-)



Dienstag, 28. April 2020

Noch eine Die Cut Box - mit Anleitung

Weil ich als kleiner Monk komische Konstellationen ja eher blöd finde, gefielen mir die 7 aufeinandergestapelten Boxen ja nicht so recht (unten drei, in der Mitte drei und eine oben drauf), daher habe ich noch zwei Die Cut Boxen gemacht. Eine weitere hatte ich ohnehin gebraucht nach meinem letzten Einkauf:


Bei der nächsten Box habe ich mal die Schritte mitfotografiert, weil mich einige Leute nach einer Anleitung gefragt hatten. Sie besteht aus 4 Schiebeschachteln, die man natürlich auch einzeln verwenden oder anders zusammenkleben kann. Ich habe auch schon Kombinationen aus zwei Vierertürmchen gemacht, aber die sind nicht so stabil wie die einfach gestapelten Versionen, so dass ich dabei geblieben bin.

Das Prinzip für die Schachteln ist immer gleich. Durch Verwendung unterschiedlich großer Papiere und Falzabstände kann man die Größe variieren. Wie groß die Hülle dann sein muss, kann man ganz einfach ausmessen/-rechnen). Meine Schachteln haben immer die gleiche Größe, so dass ich das nur einmal tun musste. Sie sind passend für die meisten Die Cut-Packungen der bekannten Hersteller. Eventuell passen mal sehr große Teile nicht rein, dafür habe ich aber dann eine "Restschublade" in der zweckentfremdeten Schraubenbox, auf der meine Kisten stehen.


Materialbedarf für ein Vierertürmchen:

6 Böden 12x12"-Cardstock
Papierreste oder 6x6"-Papierblock
Dekokram nach Wahl
Envelope Punch Board
Falzbrett
Falzbein
Kleber nach Wahl (ich verwende Kleberoller und doppelseitiges Klebeband zum Reißen)


Zuschnitt:

Vier der Bögen werden auf ein Format von 8 x 8" zurechtgeschnitten. Um die Reste noch gut anderweitig verwenden zu können, schneide ich immer erst einen 4 x 12" Streifen ab, aus dem ich dann später noch eine Karte machen kann. Deshalb achte ich auch immer auf die Laufrichtung des Papiers und drehe es so, dass es sich von oben nach unten leichter biegen lässt als von rechts nach links.


Dann drehe ich das verbliebene Stück und schneide es in ein Stück à 8 x 8" und eines à 4 x 8". Das 4 x 8"-Stück schneide ich nochmal auf 5 x 3 5/8" zurecht. Das 4x12"-Stück kann beiseite gelegt werden.

Von den beiden übrigen Cardstockbögen schneide ich dann einen Streifen von 2 1/2" ab. Dieser kann auch beiseite gelegt werden. Aus dem verbliebenen Stück von 9 1/2x12" schneide ich dann zwei Stücke à 9 1/2 x 5 1/4" ab. Diese ergeben später die Schachtelhüllen. Es verbleibt ein Reststück von 9 1/2 x 1 1/2", das nicht meht benötigt wird.

Jetzt habe ich folgende Papierstücke, die für die Box zum Einsatz kommen:
- 4 mal 8 x 8" (A)
- 4 mal 5 x 3 5/8" (B)
- 4 mal 9 1/2 x 5 1/4" (C)


Schublade erstellen:

Ein Papierstück A an die Kante des Envelope Punch Board legen und die erste Seite bei 4" und 5" anlegen, lochen und falzen.




Anschließend drehen und bei den verbliebenen Seiten jeweils die Markierung des Boards an den beiden ersten Falzlinien anlegen und ebenfalls lochen und falzen. Wichtig ist, dass man unbedingt genau arbeitet. Das Ergebnis sollte dann so aussehen:


Jetzt kann man das Papier an allen Falzlinien falten und am besten mit einem Falzbein nachziehen. Ich falte immer so, dass die erhabene Seite der Falzlinie innen liegt.




 Anschließend werden die Dreiecke an den Seiten nochmal "übergeknickt". Dazu faltet man das Dreick an der äußeren Falzlinie, legt es flach und faltet beide Lagen an der inneren Falzlinie.



Weil nur eine Schicht vorgefalzt ist, ist das ein bisschen fummelig, aber gut machbar. Das Ergebnis sollte dann so aussehen:


Als nächstes werden vier Einschnitte gemacht, um aus den kleinen viereckigen Bereichen Klebelaschen zu machen:


Ich schneide meine immer so, dass sie von der längeren Schubladenkante abgetrennt werden. Dadurch wird die Schubladen ein winziges bisschen schmaler als andersherum, was später das Schieben erleichtert. Geschnitten wird nur bis dahin, wo sich die beiden Falzlinien treffen.

Dann geht es auch schon ans Kleben. Für die Schubladen nehme ich Kleberoller. Dieser kommt auf die Außenseiten der Klebelaschen und die Innenseiten der Dreiecke. Dann klebt man erst die Laschen innen an und faltet anschließend die Dreiecke drüber und klebt sie am Boden fest.



Und weil das nicht so schön aussieht, wird anschließend ein Stück B auf den Boden geklebt:


Ebenso werden dann die anderen drei Schubladen gemacht.


Hüllen falten:

Für die Hülle legt man ein Stück C mit der langen Seite an ein Falzbrett and und falzt bei 3 3/4", 4 1/2", 8 1/4" und 9". 


Alle Falzlinien werden mit einem Falzbein nachgezogen. Auch hier falte ich wieder so, dass die erhabene Seite der Falz innen liegt. An der schmalen Seite klebe ich außen ein Stück doppelseitiges Klebeband an.


Dann kann die Hülle zusammengeklebt werden. Die Klebelasche liegt anschließend innen. Auch das wiederholt man mit den anderen drei Stücken C.


Zusammenbau:

Jede Schublade wird jetzt in eine Hülle geschoben. (Monks achten dabei darauf, dass alle gleich herum liegen, bei mir ist die Hülle z. B. immer so gedreht, dass die Klebelasche von vorne gesehen links unten ist.) 



Dann wird auf drei der vier Schachteln oben Klebeband angebracht. Das in der Mitte ist nützlich für die Stabilität:


Und schon kann man die Schachteln zusammenkleben:




Der letzte Schliff:

Dekorieren kann man natürlich nach Lust und Laune. Hier gebe ich auch gar keine Maße vor, das kann sich ja jeder selbst ausmessen, je nach Dekowunsch. Ich bin derzeit ein großer Fan der Summer Market-Serie von Carta Bella, die auch bei meiner Schachtel wieder dran glauben musste.


Voilà - fertig:-)


Aus den nicht verwendeten kleinen Reststücken lassen sich dann auch noch prima schmale Schildchen schneiden, auf die man den Inhalt einer Schublade schreiben kann.  Ich klebe meine Schildchen immer mit nicht permanentem Klebestift an, so dass ich die leicht austauschen kann. Allerdings gebe ich zu, dass ich in 15 Jahren Scrapbooking noch keine Packung Die Cuts komplett aufgebraucht habe, das kommt also selten vor :-)

Falls ihr auch eine Box macht, taggt mich gerne auf Instagram (@suppenhuhntr), dann hinterlasse ich auch einen Kommentar.