Samstag, 11. Juni 2016

Klebriges

Wie viele Scrapper habe ich auch jede Menge - und wahrscheinlich viel zu viele - Kleber. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Arten gibt, die alle ihren Verwendungszweck haben, unterscheiden sie sich auch untereinander und sind nicht alle für alles gleich gut einzusetzen.

Ohne jetzt für bestimmte Produkte werben zu wollen, zeige ich euch hier einfach mal eine Auswahl der Kleber, die sich in meinem Scrapzimmer mit der Zeit angesammelt ahben. Dieser Post wurde in keiner Weise gesponsort und stellt ausschließlich meine persönliche Meinung zu den verschiedenen Produkten dar. Einige davon sind auch zumindest in Deutschland nicht mehr oder nicht mehr einfach erhältlich, aber vielleicht noch in der einen oder anderen Scrapschublade.

 

1. Kleberoller

 Grundsätzlich sind Kleberoller meine Lieblings-Klebersorte, weil sie so einfach zu benutzen sind und man keine Schweinerei macht. Wie man auf dem Bild sieht, habe ich allerhand davon, und weil sie alle Vor- und Nachteile haben, erzähl ich mal zu jedem ein bisschen was, von oben nach unten und von links nach rechts. Es sind verschiedene "Klebespuren" dabei - flächig, eng anliegende Streifen oder Pünktchen/Rauten. Bis auf den dm-Roller sind alle nachfüllbar.

Oben links seht ihr das Tombow Maxi Power Tape. Es klebt flächig und hält bombig. Es handelt sich hier um ein Gratismuster, das es bei einem CAR-Workshop gab. Auf der Rolle ist noch viel drauf, und ich würde es auch nachkaufen.

Darunter folgt der "This to that"-Roller von American Crafts. Hier hatte ich schon flächig, Streifen und Pünktchen klebende Sorten. Er liegt super in der Hand, aber mit der Klebkraft war ich nicht sehr zufrieden, Cardstock klebte er bei mir überhaupt nicht gut. Keine Ahnung warum, denn man sieht den Roller viel im Einsatz, vor allem in Glitter Girl-Videos, wo er auch immer recht gut klebt, aber bei mir klappt es nicht. Das Sortiment wurde mittlerweile geändert und heißt jetzt "Sticky Thumb", ich glaube, es gibt nur noch flächig klebenden, aber ich werde davon erst mal keinen nachkaufen, da ich nicht wirklich zufrieden war. Falls jemand Tipps hat, wie man den zum besseren Halten bringen kann, wäre ich sehr dankbar.

Noch eins drunter ist mein Favorit - der Kleberoller von dm. Er klebt Pünktchen-Rauten. Er ist im dm vor Ort zu bekommen und recht preisgünstig. Er klebt Fotos und Papier hervorragend und ist auch gut für Wood Veneers geeignet, für die flächig klebende Roller nicht so gut sind. Der einzige Nachteil ist für mich, dass man ihn nicht nachfüllen kann.

Oben in der Mitte ist ein Roller von Plus. Er klebt flächig und ähnlich gut wie der Tombow-Roller. Auch den würde ich wieder kaufen.

Für den Glue Glider Pro habe ich die Streifen klebenden Kassetten. Leider sind die Kassetten in Deutschland nicht leicht zu bekommen, daher habe ich meinen Nachschub von einer Freundin aus den USA mitbestellen lassen. Ich bin mit dem Roller zufrieden, Fotos und Papier klebt er gut. Allerdings muss ich die Kassetten nicht so dringend haben, dass ich nur deshalb in den USA bestellen würde.

Ganz rechts sind zwei Varianten des Rollers von Scrapbook Adhesives. Ich bin weder mit der Streifen- noch mit der Pünktchenvariante wirklich zufrieden, ähnlich wie mit American Crafts. Dieser Kleber war in meinem Project Life-Album von 2015 im Einsatz, und schon nach wenigen Monaten hielt überhaupt nichts mehr, trotz festem Drüberstreichen nach dem Aufkleben. Keine Empfehlung von mir, außer jemand kann mir sagen, wie man den zum besseren Halten bringen kann :-)


2. Flüssigkleber

Meistens benutze ich als Flüssigkleber Glossy Accents. Der klebt super, trocknet schnell und lässt sich aus einer frischen Flasche auch gut auftragen. Mit der Zeit verklebt die Spitze aber immer, so dass man eine Nadel parat haben sollte, um die Spitze offen zu halten. Es gibt jetzt auch eine Spitze, die man aufschrauben kann (dazu muss man vorher die ursprüngliche Spitze mit einer Zange aus der Flasche lösen), aber auch die ist noch nicht so das Gelbe vom Ei. Das schadet aber der Kleberqualität nicht. Glossy Accents verwende ich auch gerne für Acetat-Stanzteile, wenn sie ein paar flächige gefärbte Stellen haben. Dort lässt sich Glossy Accents nahezu unsichtbar aufbringen, am besten mit dem Finger. Mein Lieblingsflüssigkleber :-)

Der Flüssigkleber von Tombow ist ein weißer Kleber, der bei Trocknen etwas transparenter wird, daber nicht ganz klar. Für Acetat würde ich ihn daher eher nicht verwenden. Ansonsten bin ich mit der Klebkraft auch zufrieden. Gut finde ich die zwei verschiedenen Spitzen für punktuelles oder flächiges Kleben.

Die Zig-Kleber sind erst blau und kleben dann permanent (und gut) oder transparent, wenn sie angetrocknet sind, dann kleben sie nur vorläufig. Letzteres ist auch interessant, wenn man gerne mit Folie arbeitet und keine Minc oder so hat. Die Folie haftet darauf auch meist gut, kleine Unregelmäßigkeiten sorgen ggf. für einen schönen Effekt. Es gibt den Kleber mit verschiedenen Spitzen, wobei ich die schmalere der breiten vorziehe. Super ist auch die Version, die ähnlich wie ein Kugelschreiber ist - perfekt für filigrane Stanzteile. Die breite probiere ich aber demnächst auch mal aus. Ich möchte wissen, ob man damit einen Kleberabdruck stempeln kann, ohne den Stempel zu ruinieren, und dann Folie auf den angetrockneten Abdruck. Irgendwo hab ich bestimme einen Stempel, an dem mein Herz nicht so hängt, dass ich mich ärgern würde, wenn er es nicht verträgt. Ich werde berichten.


3. Klebeband

Als Beispiel habe ich hier mal ein mit der Hand reißbares Klebeband und ein sehr stark klebendes, was man wegen der roten Trägerfolie schneiden muss, abgebildet.

Beide Arten gibt es von verschiedenen Herstellern. Das rote gibt es zusätzlich auch in verschiedenen Breiten. Sie sind oft nicht säurefrei, daher ist bei Verwendung mit Fotos ggf. Vorsicht geboten.

Das reißbare klebt zwar nicht so stark wie das rote, aber auch recht stark. Ich verwende es daher gerne für Boxen - hält gut und ist leicht zu verwenden. Es ist sehr dünn, wenn das Trägerpapier ab ist. Sollte das Trägerpapier auch dünn sein, muss man ein bisschen knibbeln, bis man es gelöst hat.

Das rote hält da, wo man es aufklebt, und man kann es dann auch kaum ablösen, ohne was kaputt zu machen. Es ist besser als das andere geeignet für glänzende Papiere und klebt sehr gut SnapPap, was ansonsten nicht so leicht zu kleben ist. Da es wirklich überall klebt, empfielt es sich, eine antihaftbeschichtete Schere zu verwenden, wenn man es abschneidet.


4. Abstandskleber

Auch hier habe ich einfach mal welche von zwei verschiedenen Herstellern abgebildet. Mit beiden bin ich sehr zufrieden, weil sie sich leicht von ihrem Trägerpapier lösen lassen und auch das obere Trägerpapier gut ab geht. Sie sind unterschiedlich dick, was sehr praktisch ist, wenn man gerne mit verschiedenen Ebenen auf seinen Layouts und Karten arbeitet.

Die von Stampin' Up sind derzeit mein Favorit, weil die Sechseckform ein guter Kompromiss aus rund und eckig ist. Man kann die auch gut auseinander schneiden, wenn man mal kleinere braucht, außerdem lassen sich die Randstreifen auch gut für schmale Stellen verwenden. Mir gefällt auch, dass die nicht allzu dick sind, aber trotzdem für die gewünschten Höhenunterschiede sorgen.
 

5. Sonstige 

Klebepunkte habe ich schon in verschiedenen Größen und von verschiedenen Herstellern ausprobiert. Mit allen war ich zufrieden. Ich verwende meistens die kleinen (Micro oder Mini), die super sind für kleine Stanzteile, Pailetten usw. Die Klebkraft ist gut. Auch hier gibt es 3D-Versionen. Die kleben auch gut, allerdings sind sie mir im Vergleich zu den Abstandsklebepads aus Punkt 4 etwas zu dick für den Alltagsgebrauch.

Von Xyron habe ich "Create a Sticker"-Maschinchen in zwei Größen. Das X ist die kleinere Version. Sie hinterlassen eine flächige Klebeschicht auf Papier, das man durchzieht und sind daher super für filigrane Stanzteile. Bei dem X ist noch eine Plastikfolie über dem geklebten Teil. Es empfiehlt sich, vor dem Lösen einmal mit einem Falzbein um das Stanzteil rumzustreichen. Das bewirkt, dass Klebereste an dem Plastik hängen bleiben und nicht am Rand des geklebten Teils. Bei der größeren Variante gibt es kein Plastik obendrauf, aber da ist auch kaum mal Kleber am Rand. Die Create a Sticker-Geräte sind übrigens super für transparente Teile. Da der Kleber völlig gleichmäßig aufgebracht wird, zeichnet er sich nahezu überhaupt nicht ab.

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